Die Geschichte

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AMEISTER - ein kleiner, früher sehr bedeutender Ort, an der einstigen Salzstraße gelegen, welche die wichtigsten Handelszentren Augsburg und Venedig verband.
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rstmals wurde der Ort 1287 unter seinem Namen urkundlich erwähnt.
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chon im Mittelalter zogen Händler mit ihrem Packpferden ins Tirolerische oder weiter nach Süden und wieder zurück.
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päter wurden die Saumpfade zu leidlichen Straßen ausgebaut, die Verbindungen Bayern - Italien, die wichtigsten Verkehrswege des Welthandels.
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un transportierten Rollfuhrwerke die begehrten Waren und machten Station beim Saummeister, unserem heutigen Gasthof!
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ier wurden die Pferde gewechselt und umgesäumt, Mensch und Tier mit Nahrung und Unterkunft versorgt.
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ürsten, Pilger, Gelehrte, Künstler und Handelsherren waren auf der Strecke Bayern - Italien unterwegs. Roßknechte, Fuhrwerke, Kaufleute und Handwerker begegneten sich beim Saummeister an der Straß und hielten Einkehr.
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is Ende des 18. Jahrhunderts war der Gasthof zudem Thurn und Taxis'sche Poststation, der Wirt gleichzeitig kaiserlicher Postmeister. Die gußeiserne Ofenplatte mit dem fürstlichen Wappen im Gastraum ist heute noch stiller Zeuge dieser Zeit.
Herkommer Tafel
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er Gasthof ist das Geburtshaus von Johann Jakob Herkommer (1652 - 1717) seines Zeichens Frescomaler und Baumeister. Johann Jakob Herkommer verbrachte seine Lehrjahre zunächst in Augsburg. Er bildete sich unter anderem in Venedig weiter, wo er auch mehrere Jahre wirkte. In dieser Zeit war er für die Familie Collalto tätig. Nach seiner Rückkehr errichtete er 1685 in seinem Heimatort Sameister die Familiengrabkapelle, in der auch er seine letzte Ruhestätte fand. Neben der Kapelle Sameister, zählen unter anderem das Kloster, Kornhaus und die Kirche St. Mang in Kempten sowie die Umstrukturierung des Klosters Sankt Mang zu seinen Werken. Johann Jakob Herkommer gilt als maßgeblicher Vertreter der ersten Generation der Barockbaumeister und Künstler im Allgäu und Süddeutschland.